9. Juni 2026 09:04

Si­cher­heits­fonds ga­ran­tiert Leis­tun­gen von Schwei­zer Pend­lern nach Liech­ten­stein

Wird nach Be­en­di­gung ei­nes Ar­beits­ver­hält­nis­ses in der Schweiz ein neu­es Ar­beits­ver­hält­nis in Liech­ten­stein be­gon­nen, ist das bei der Vor­sor­ge­ein­rich­tung des ehe­ma­li­gen Schwei­zer Ar­beit­ge­bers an­ge­sam­mel­te Vor­sor­ge­gut­ha­ben von die­ser Vor­sor­ge­ein­rich­tung oder ei­ner Frei­zü­gig­keitsein­rich­tung un­mit­tel­bar auf die liech­ten­stei­ni­sche Vor­sor­ge­ein­rich­tung des neu­en Liech­ten­stei­ner Ar­beit­ge­bers zu über­tra­gen. Nicht zu­läs­sig ist es, die Aus­tritts­leis­tung aus dem ehe­ma­li­gen Schwei­zer Ar­beits­ver­hält­nis auf ei­ne liech­ten­stei­ni­sche Frei­zü­gig­keitsein­rich­tung zu über­wei­sen. 

Schwei­zer Grenz­gän­ge­rin­nen und Grenz­gän­ger mit Wohn­sitz in der Schweiz, die so­wohl in der Schweiz als auch in Liech­ten­stein ar­bei­ten, blei­ben wei­ter­hin auch in der Vor­sor­ge­ein­rich­tung des Schwei­zer Ar­beit­ge­bers ver­si­chert. 

Wich­tig zu wis­sen: Der Si­cher­heits­fonds BVG ga­ran­tiert auch die Leis­tun­gen der Schwei­zer Grenz­gän­ge­rin­nen und Grenz­gän­ger, die aus­sch­liess­lich in Liech­ten­stein ar­bei­ten. Ge­mä­ss ei­ner Ver­ein­ba­rung zwi­schen dem Bun­des­rat und der Re­gie­rung des Fürs­ten­tums Liech­ten­stein un­ter­ste­hen die­se Per­so­nen zwar aus­sch­liess­lich dem So­zi­al­ver­si­che­rungs­recht des Be­schäf­ti­gungs­staa­tes Liech­ten­stein. Ih­re ge­setz­li­chen Leis­tun­gen wer­den je­doch ge­mä­ss Art. 56 BVG in glei­cher Wei­se si­cher­ge­stellt wie je­ne von Er­werbs­tä­ti­gen in der Schweiz.

Die Zahl der Grenz­gän­ge­rin­nen und Grenz­gän­ger, die für ih­re Ar­beit aus der Schweiz nach Liech­ten­stein pen­del­ten, hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren deut­lich zu­ge­nom­men. Ge­mä­ss Da­ten der «Stif­tung Zu­kunft.li» stieg ih­re Zahl von 8'600 im Jahr 2008 auf 13'700 im Jahr 2021, was ei­nem Zu­wachs von rund 60 Pro­zent ent­spricht. Die Zahl der Grenz­gän­ge­rin­nen und Grenz­gän­ger mit Schwei­zer Staats­bür­ger­schaft nahm im glei­chen Zeit­raum um 30 Pro­zent zu (+1700 Per­so­nen).

Ak­tu­el­le­re Zah­len der Eu­ro­päi­schen Uni­on zei­gen, dass im Jahr 2024 rund 15'000 Per­so­nen aus der Schweiz aus be­ruf­li­chen Grün­den nach Liech­ten­stein pen­del­ten. Wie vie­le da­von einen Schwei­zer Pass ha­ben, geht aus den Da­ten nicht her­vor.

 

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