Der ASIP unterstützt die Wahrnehmung der Aktionärsrechte durch Pensionskassen

Unsere Pensionskassen halten als Treuhänder ihrer Versicherten etwa 10 Prozent aller Schweizer Aktien und sind am langfristigen Gedeihen dieser Firmen interessiert. Eine gute Corporate Governance dieser Aktiengesellschaften ist eine wichtige Voraussetzung dafür.

Vor diesem Hintergrund verlangt der Gesetzgeber seit dem 1. Januar 2002 von den Führungsorganen der Pensionskassen, Regeln zur Ausübung ihrer Aktionärsrechte aufzustellen. In der Zwischenzeit hat sich gezeigt, dass die Analyse von Hunderten Traktanden, die Urteilsbildung und Entscheidungsfindung im Stiftungsrat und die Stimmrechtsausübung sehr komplex und aufwendig sind. In der Folge haben viele Pensionskassen beschlossen, eine passive Haltung zur Stimmrechtsausübung einzunehmen, und halten in ihren Kassenreglementen fest, dass sie ihre Stimm- und Wahlrechte nicht ausüben oder immer den Anträgen des Verwaltungsrats folgen.

Aus unserer Sicht ist eine passive Haltung der Pensionskassen, wie sie sich besonders in der Stimmenthaltung manifestiert, wohl gesetzeskonform, wird der treuhänderischen Verantwortung der Führungsorgane dieser Kassen jedoch nicht gerecht. Angesichts der aktuellen Diskussion über die Mitwirkungsrechte der Pensionskassen hat der ASIP beschlossen, alle Mitglieder zur verstärkten Wahrnehmung ihrer Aktionärsrechte aufzufordern. Um die Pensionskassen bei der Umsetzung der Stimmrechtsausübung zu unterstützen, haben wir eine Angebotsübersicht der professionellen Aktionärsdienste in der Schweiz erstellt.

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> ASIP-Kurzporträt Aktionärsdienste in der Schweiz als PDF