Medienmitteilung: Lagebeurteilung notwendig, aber kein Grund zur Panik!

19.09.2008

Zürich, 19. Sept. 2008 (ots) - Die derzeitige Aktienbaisse setzt gewiss auch die Portfolios der Pensionskassen unter Druck. Dank eines langfristig ausgerichteten Vorsorgesystems und zwischenzeitlich aufgebauter Reserven zur Sicherung der finanziellen Stabilität ist eine akute Gefährdung der beruflichen Vorsorge jedoch nicht zu befürchten. Der Pensionskassenverband ASIP warnt vor einer unnötigen Verunsicherung der Öffentlichkeit und fordert mehr Differenzierung und Besonnenheit bei der Diskussion.

Die Versicherten wollen die Vorsorgegelder der beruflichen Vorsorge sicher investiert und professionell angelegt wissen. Diese Aufgabe nehmen die Führungsorgane verantwortungsbewusst wahr. Der Schutz der Versicherten ist zentrale Aufgabe des sozialpartnerschaftlich organisierten Schweizerischen Pensionskassenwesens. Die aktuelle Entwicklung auf den weltweiten Aktienmärkten wird deshalb kritisch beobachtet. Eine kurzfristig ausgerichtete Betrachtung der Ereignisse verhindert gemäss Pensionskassenverband ASIP jedoch die Sicht auf fundamentale Zusammenhänge zwischen der Anlagestrategie der Vorsorgeeinrichtungen und der Sicherheit der beruflichen Vorsorge.

Da die Finanzierung der Vorsorgeeinrichtungen langfristig ausgerichtet ist, muss die finanzielle Entwicklung der Vorsorgeeinrichtungen über einen langfristigen Zeitraum betrachtet werden. Die kurzfristige Perspektive auf reine Aktien-Performance entspricht nicht dem Charakter der beruflichen Vorsorge. Denn die Vorteile der kapitalgedeckten Vorsorge mit einem langfristigen Anlagehorizont ermöglichen den Vorsorgeeinrichtungen, dem Aspekt Sicherheit Rechnung zu tragen, ohne sich den Weg zu verbauen, von einer Börsenerholung zu profitieren. Die Anlagestrategien, die Zielrenditen und die Wertschwankungsreserven sind nachhaltig definiert, so dass die Vorsorgeeinrichtungen sowohl die Absicherung der Renten garantieren können als auch über genügend Liquidität verfügen, diese auszuzahlen. In der aktuellen Marktsituation dürften nur in wenigen Ausnahmefällen Sofortmassnahmen notwendig sein.

Dank der professionellen Führung der einzelnen Vorsorgeeinrichtungen und des sorgfältigen Umgangs mit Marktunsicherheiten ist die Stabilität der beruflichen Vorsorge nicht in Gefahr.

Fazit

Im Vergleich zu vielen andern Staaten hat die Schweiz mit ihrer beruflichen Vorsorge einen grossen Vorteil. Die 2. Säule in der Schweiz leistet einen zentralen Beitrag zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge. Damit die Erfolgsgeschichte fortgesetzt werden kann, sind die gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen für den Umgang mit dem kollektiv gebildeten Vorsorgevermögen und das Verhalten der involvierten Personen entscheidend. „Als aktive Institution fördert und unterstützt der ASIP die Transparenz und Professionalität in der schweizerischen Pensionskassen-Landschaft. Wir sehen deshalb zurzeit wirklich keinen Grund zur Panikmache“, so ASIP-Direktor Hanspeter Konrad anlässlich der aktuellen Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten.

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