Neuformulierung und Vereinfachung des BVG gefordert

15.11.2005

Schweizerischer Pensionskassenverband ASIP lanciert politische Initiative  
Im Rahmen eines Medienanlasses hat der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP betont, dass das System der betrieblich ausgerichteten autonomen Pensionskassen - trotz der zunehmenden Regulierungsdichte und der wachsenden Komplexität - insgesamt gut funktioniert.

Er hält indessen eine Vereinfachung für dringlich und wird mit interessierten Kreisen eine Neuformulierung des BVG erarbeiten. Der ASIP hält zudem fest, dass die Führungsorgane ihre Verantwortung insbesondere im Bereich der Vermögensbewirtschaftung wahrnehmen. Trotzdem stellt sich die Frage, wie viele und welche Regeln es braucht, um die Stabilität und Effizienz des Systems berufliche Vorsorge sicherzustellen. Die zur Diskussion stehenden Ansätze, wie freie Pensionskassenwahl, Fondssparlösungen oder die Verlagerung der Gewichte innerhalb des 3-Säulenkonzepts, tragen nicht zu einer Verminderung der Regulierungsdichte bei.

Zu beachten ist vielmehr, dass das schweizerische Konzept für die berufliche Vorsorge in Europa nach wie vor grosse Zustimmung findet.
In Erinnerung zu rufen ist, dass das Fürstentum Liechtenstein unser Konzept im Jahre 1988 übernahm. Erstaunlich ist, dass die betriebliche Personalvorsorge im Fürstentum Liechtenstein - im Gegensatz zur Schweiz - noch heute lediglich auf einem Rahmengesetz (u.a. kein Mindestzinssatz für die Altersguthaben, kein Umwandlungssatz zur Ermittlung der Altersrente, Risikoleistungen nach Leistungsprimat und Freizügigkeitsleistung nach dem Deckungsgrad der Vorsorgeeinrichtung) basiert und bestens funktioniert.

Vor diesem Hintergrund ist der ASIP der festen Überzeugung, dass mit einer Neuformulierung des BVG vernünftige Rahmenbedingungen geschaffen, das Verständnis für die berufliche Vorsorge erhöht und Gestaltungsfreiheiten gewonnen werden könnten.
Dazu ist die Bereitschaft aller Beteiligten erforderlich. Der ASIP beabsichtigt, ein entsprechendes Projekt mit Praktikern, Politikern und Wissenschaftern zu lancieren.

Zürich, 15. November 2005

Für allfällige Auskünfte steht Ihnen der Geschäftsführer des ASIP, Hanspeter Konrad, 043 243 74 15, zur Verfügung.

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