Pensionskassenverband bedauert staatlich erzwungenen Entzug von Versichertenvermögen

02.12.2002

Der Dachverband von 2 Millionen-BVG-Versicherten hält Stempelsteuerentscheid des Nationalrates in der heutigen Lage für unverständlich

asip. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP, der die Interessen von über 2 Millionen Versicherten vertritt, bedauert den Entscheid des Nationalrates, auf seinen Entschluss vom 26. September 2001 zurückzukommen und die Pensionskassen als Effektenhändler einzustufen und deshalb der Stempelsteuer zu unterstellen. Damit werden dem Anlagevermögen in den Vorsorgeeinrichtungen jährlich rund 200 Millionen Franken entzogen. Dies ist im heutigen wirtschaftlichen Umfeld, das auch die Vorsorgestiftungen hart trifft, völlig unverständlich. Zudem handelt es sich um eindeutig zweckgebundene Mittel zu Gunsten der Versicherten, die nun stattdessen irgendwo im Bundesetat für irgendwelche Aufgaben verschwinden.
Besonders stossend ist die Rechtsungleicheit mit der Benachteiligung der inländischen Kassen gegenüber den hierzulande steuerbefreiten ausländischen Vorsorgeeinrichtungen. Der Pensionskassenverband wird nun zu Handen seiner Mitglieder Empfehlungen erarbeiten, wie sich das Anlagevermögen auch in steuerlicher Hinsicht – insbesondere durch Transaktionen über Geldinstitute im Ausland - optimieren lässt.


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